Gegründet wurde die heutige Schlossanlage Christiansburg im Jahr 1174 durch Otto den Reichen. Die umfangreichste Bautätigkeit fand in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts unter Herzog Christian statt, welcher Eisenberg 1676 zu seiner Residenz wählte. Der damals initiierte barocke Umbau der Schlossanlage, der Bau der mit einer reichhaltigen Ausstattung versehenen Schlosskirche und die Erweiterung durch den Schlosspark sind noch heute prägend für das Gesamterscheinungsbild. Schloss und Kirche, die praktisch zu einem Baukörper verschmolzen sind, dominieren die Anlage.
Im Jahre 1918 wurden Schloss und Kirche in Staatseigentum überführt, bereits 1919 jedoch an die Stadt Eisenberg weiterverkauft. Diese nutzte das Schloss ab 1921 als Rathaus. Seit 1951 war das Schloss Sitz des Rates des Kreises, und seit 1990 ist es Sitz der Kreisverwaltung.
Im 1. Bauabschnitt wurde die barocke Schlosskirche innen vollständig restauriert.
In den Jahren 1992 –1995 fanden die umfangreichsten Sanierungs–, Moderniserung- und Restaurierungsarbeiten am Schlossensemble statt. Der Kaisersaal wurde aufwendig restauriert, noch heute finden in diesem wunderschönen Saal die Landtagsitzung statt.
Die Schaffung moderner Büroräume im Schloss war gleichzeitig Voraussetzung für die Sicherung des Standortes der Kreisverwaltung in der Stadt Eisenberg. Die in der Schlosskirche stattfindenden Veranstaltungen (Konzerte, Ausstellungen) bereichern das kulturelle Angebot von Stadt und Region deutlich. Eine stetig steigende Zahl von Besuchern nutzt die täglichen Öffnungszeiten der Schlosskirche zur Besichtigung.
Schloss und Schlosskirche sind neben der Nutzung als Museum bzw. Verwaltung wieder ein sehenswerter Anziehungspunkt und wichtiges Element für die Belebung des Tourismus in Stadt und Region. Der Schlosshof wurde 2010 umfangreich erneuert.
Im Jahr 2020 wurden im Innenhof des Schlosses noch ein gläserner Aufzug und eine elegante Fluchttreppe eingebaut.